Hallanvahti Solarpark: 71.000 Schraubpfähle für Finnlands größtes Solarprojekt
| Anwendung | Erneuerbare Energien |
| Standort | Joroinen, Finnland |
| Pfähle | 71.000 Stück |
| Leistung | 129 MW |
| Boden | Extrem weicher Torf |
Helicasol, ein Tochterunternehmen von Paalupiste, lieferte die Fundamente für den Hallanvahti Solarpark als vollständig integrierte Lösung. Das Projekt umfasste einen 129-Megawatt-Solarpark und ist damit der zweitgrößte in Finnland. Er erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 200 Hektar. Die Bodenbedingungen waren außerordentlich anspruchsvoll: extrem weicher Torfboden erforderte ein hohes Maß an Fachkenntnis bei der Fundamentplanung, der Installationsausrüstung und der Baustellenlogistik. Eltel fungierte als Hauptauftragnehmer.
Das Betriebsmodell von Helicasol basiert darauf, Fundamente entsprechend den tatsächlichen Standortbedingungen zu entwerfen und Lösungen vor der endgültigen Ausführung durch Tests zu validieren. In Hallanvahti war Helicasol bereits Ende 2024 beteiligt, als Testpfählungen und Auszugsversuche vor Ort durchgeführt wurden. Der erste Pfahlentwurf wurde auf Grundlage vorhandener geotechnischer Untersuchungen erstellt und dann unter realen Bedingungen getestet. Die Ergebnisse der Auszugsversuche dienten dazu, das endgültige Pfahldesign zu verfeinern und zu optimieren und dabei technische Zuverlässigkeit mit Kosteneffizienz zu verbinden.
Das Projekt verwendete Tracker-Montagesysteme, die der Sonnenbewegung folgen und besondere Anforderungen an die Fundamente stellen, insbesondere hinsichtlich Zug- und Querlasten. Insgesamt wurden rund 71.000 Schraubpfähle geliefert und installiert. Verschiedene Pfahlgrößen kamen zum Einsatz, um den stark variierenden Bodenbedingungen auf dem Gelände gerecht zu werden. Alle Pfähle wurden innerhalb der Helicasol- und Paalupiste-Produktionskette hergestellt und mit Helicasols eigener Ausrüstung und eigenem Personal installiert, was die volle Kontrolle unter einer einzigen verantwortlichen Partei gewährleistete.
Die Installation wurde unter extrem anspruchsvollen Moorbedingungen durchgeführt. Helicasol betreibt moorfähige Rammausrüstung und spezielle Logistiklösungen, die eine effiziente Installation auch in sehr weichen Böden mit geringer Tragfähigkeit ermöglichen. In Spitzenzeiten wurden bis zu etwa 3.500 Pfähle pro Woche installiert, wobei 6 bis 7 Rammeinheiten gleichzeitig arbeiteten.
Die Qualitätssicherung spielte durchgehend eine zentrale Rolle. Die Tragfähigkeitsdaten wurden für jeden einzelnen Pfahl anhand des Installationsdrehmoments erfasst, wobei alle Daten automatisch im Rammsystem gespeichert wurden. Keine Schwachstellen oder Unregelmäßigkeiten blieben unentdeckt, und eventuelle Abweichungen konnten sofort während der Installation behoben werden. Der Korrosionsschutz wurde auf Grundlage der geplanten Lebensdauer des Solarparks und der chemischen Eigenschaften des Bodens ausgelegt. Die Pfähle wurden aus nordischem oder europäischem Stahl gefertigt, wobei eine CO2-arme Produktion Priorität hatte.